Mitgliederversammlung 18.11.2016 in Ebern

Die neue Vorstandschaft des BUND Naturschutz Kreisgruppe Haßberge mit Delegierten und Beisitzern.

1. Vorsitzender Dr. Klaus Mandery
2. Vorsitzender Andreas Kiraly
Schatzmeister Andreas Einwag
Schriftführerin Karin Thaumüller

Kassenprüfer Anton Bäuerlein

Ehrenvorsitzender Jörg Röder

Delegierte Barbara Ullmann

Beisitzer(in):
Daniela Berninger
Andrea Zech
Harald Amon (1. Vors. BN Ebern)
Ludwig Rehm (Vors. Haßfurt)

Ausführlicher Bericht im Fränkischen Tag vom 21.11.2016

mit Bericht über den Vortrag von Anke Camphausen, welche als Wildnispädagogin arbeitet

 

 

Mitgliederversammlung vom 4. Mai 2012

Bei der Mitgliederversammlung am 4. Mai 2012 im Hotel "Meister Bär" (Haßfurt) wurden


Andreas Einwag (Ebern) als Schatzmeister und

 
Anton Bäuerlein (Oberaurach-Fatschenbrunn) als zweiter Kassenprüfer nachgewählt.

Mitgliederversammlung vom 4. Januar 2011

Bei der Mitgliederversammlung am 4. Februar 2011 in Haßfurt wurde folgender neuer Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender
Dr. Klaus Mandery aus Ebern

2. Vorsitzender
Ludwig Rehm aus Haßfurt-Wülflingen

Schriftführer
Andreas Kiraly aus Hummelmarter

Mitgliederversammlung vom 29. Mai 2008

Neue Presse 31.05.2008

Gute Aussichten | Projekt bei Leader beantragt – Ja zum Nationalpark 

Bund Naturschutz plant „Haus der Artenvielfalt“

 

Haßfurt – Vorstand und Mitglieder der Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) diskutierten bei ihrer Hauptversammlung am 29. Mai 2008 einige heiße Eisen. Dabei nahm man klar und eindeutig Stellung zu aktuellen Themen wie Nationalpark Steigerwald, Bundeswehrkonversion in Ebern sowie Maßnahmen zum Amphibien- und Fledermausschutz.

 

Nach einem ehrenden Gedenken für den verstorbenen ehemaligen 2.Vorsitzenden Dr. Markus Butterweck erklärte Vorsitzender Dr. Klaus Mandery, dass man im Rahmen des nachgebesserten Leader-Konzeptes des Landkreises ein attraktives Projekt eingereicht habe: Die Einrichtung eines „Haus der Artenvielfalt“. Wenn der überarbeitete Leader-Antrag angenommen werde, gebe es gute Aussichten für eine Umsetzung. Offen sei allerdings noch der Standort im Kreisgebiet.

 

Vehement warb Mandery für die Idee eines Nationalparks Steigerwald – es gebe einfach keinen besseren Schutz für die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen in den weitläufigen Buchenwäldern. Der Vorsitzende sprach gar von einem möglichen „Leuchtturmprojekt“ der bayerischen Naturschutzpolitik.

 

Die großen Bedenken und die vielstimmige Kritik aus der Bevölkerung an dem Vorhaben wies Mandery als grundlos zurück. Schließlich seien alle Flächen, die unter besonderen Schutz gestellt werden würden, in Staatsbesitz. Wer also von Enteignung oder Entschädigung rede, verkenne die Tatsachen. Weiterhin ist er überzeugt, dass ein Nationalpark Steigerwald unterm Strich mehr Arbeitsplätze bringe und dass kein Sägewerk schließen müsse.

 

Große Hoffnungen bezüglich einer umweltverträglichen Konversion des ehemaligen Bundeswehrstandorts in Ebern knüpft der BN nach dem Gespräch mit dem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Bekanntlich klagt der BN gegen eine Offroadnutzung, weil man dadurch zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten gefährdet sieht. Auch Gabriel ließ keinen Zweifel daran, dass er das für den Artenschutz wichtige Gebiet unbedingt erhalten wolle.

 

Und der BN, betonte Mandery, sei auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. So habe man offiziell die Übernahme einer Patenschaft angeboten. Konkret würde das bedeuten, dass der BN sämtliche notwendigen Landschaftspflegemaßnahmen übernehmen und koordinieren würde.

 

Abschließend informierte der Eberner BN-Ortsgruppenvorsitzende und Sprecher des Arbeitskreises Fledermausschutz Harald Amon über eine anstehende Aktion. In Voccawind am Ortsausgang Richtung Maroldsweisach wird ein größerer Felsenkeller wieder fledermausgerecht renoviert. In dem ehemals als Bierkeller genutzten Raum ist der Eingangsbereich durch überwachsene Bäume vollständig eingestürzt und muss wieder hergestellt werden. Am Samstag, 7. Juni, will deshalb der Fledermaus-Arbeitskreis mit Schaufel, Spaten und Axt anrücken, wobei man noch einige tatkräftige Hände braucht. Alle Naturfreunde können sich beteiligen und bei Amon unter 09531/1737 informieren. wag

Mitgliederversammlung und 30-Jahr-Feier 15.12.2006

30 Jahre Bund Naturschutz Kreisgruppe Haßberge
Feier am 15.12.2006


Neue Presse 18.12.2006
BUND NATURSCHUTZ HASSBERGE Kreisgruppe feierte 30-jähriges Bestehen / BN-Landesvorsitzender Weiger lobt Arbeit / Verdiente Mitglieder geehrt 
Naturschutz braucht Bündnisse und Partner
Die Veranstaltung zum 30-jährigen Bestehen der Kreisgruppe des Bundes Naturschutz (BN) fand am Freitagabend in der Rathaushalle in Ebern statt. Der Landesvorsitzende des BN Bayern, Professor Dr. Hubert Weiger, hielt als Ehrengast die Festrede, bei der er sich aus Überzeugung als Kämpfer für Natur und Umwelt präsentierte. Zahlreiche langjährige und verdiente Mitglieder wurden geehrt.
EBERN - Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery hieß die Ehrengäste und Besucher willkommen. Er freute sich besonders, dass mit Hubert Weiger ein „herausragender Landesvorsitzender“ nach Ebern gekommen war. Landrat Rudolf Handwerker bestätigte der BN-Kreisgruppe unter Leitung von Mandery eine der aktivsten und sachkompetentesten im ganzen Freistaat zu sein. Im Landratsamt habe man die Fachkompetenz sehr schnell erkannt und arbeite deshalb seit Jahrzehnten mit der BN-Kreisgruppe eng zusammen. Vom Landratsamt wurden dem BN dauerhafte Aufgaben übertragen, wie die Quellenkartierung, Erfolgskontrolle bei Amphibienlaichgewässern, Schmetterlings- und Libellenerfassung in den ausgewählten Gebieten und die Erfassung der Schwarzstorchlebensräume, um nur einige zu nennen.
Trotz grundsätzlich positiver Haltung der Bevölkerung zum Naturschutz, sei manchmal „ein hartes Stück Arbeit“ zu bewältigen, wobei BN und Landratsamt regelmäßig an einem Strang zögen. „Fasse ich zusammen, so meine ich schon feststellen zu können, dass der BN und der Landkreis weitgehend identische Ziele verfolgen“, sagte der Landrat.
Die Bevölkerung könne manches nicht verstehen, wenn für Projekte große Summen ausgegeben würden. „Naturschutz gegen Menschen ist auf Dauer nicht zu machen, weshalb die Aufklärung und Information nicht fehlen darf.“
3. Bürgermeister Harald Pascher freute sich, dass die BN-Kreisgruppe ihre Jubiläumsveranstaltung in Ebern abhielt. Vergleiche man das 30-jährige Bestehen mit einer Ehe, so feiere der BN das „Perlenjubiläum“. „Ich hoffe, dass der BN auch weiterhin Perle an Perle reihen kann, um zu einem Ganzen zu werden und seine Ziele unter Mithilfe der Mitglieder verwirklichen kann“, sagte Pascher.
Für die evangelische Kirchengemeinde und das Dekanat Rügheim sprach Pfarrer Ralph Utz aus Fischbach ein Grußwort. Darin machte er deutlich, dass Naturschützer und Kirche beim Schutz von Natur und der Schöpfung vieles gemeinsam hätten. „Der BN ist ein kompetenter Umweltverband, der klar Stellung zur Natur und Umwelt und zur Schöpfung Gottes bezieht.“
BN-Kreisvorsitzender Mandery nannte einige Eckdaten aus 30 Jahren BN im Landkreis Haßberge. Die Gründung fand 1976 in Hofheim statt mit Jörg Röder als Gründungsvorsitzenden, heute Ehrenvorsitzender. Acht Jahre habe Röder an der Spitze des BN gestanden, bevor er, Mandery, im Jahr 1984 dieses Amt übernahm. Der Vorsitzende nannte viele Namen, die den BN in den letzten 30 Jahren – mitunter an verantwortlicher Stelle – begleitet und unterstützt haben. Er zählte Schwerpunkte der Arbeit auf, so das Engagement gegen die Maintalautobahn, die Artenschutzkartierung, die Ausweisung schutzwürdiger Bestände, die Amphibienzäune, das Schaffen von Streuobstbeständen und vieles mehr. „Mitunter waren wir wegen unserer Einstellung bei den Leuten auch verhasst“, stellte der Vorsitzende fest. „Ich glaube sagen zu können, dass wir durch unsere Arbeit mit dazu beitragen, dass vieles im Landkreis erhalten bleibt und geschützt wird.“ Es habe viele Auszeichnungen für die Arbeit der BN-Kreisgruppe gegeben.
Der Landesvorsitzende dankte zu Beginn seiner Rede Landrat Rudolf Handwerker und Pfarrer Utz für die klare Position, die sie zum Naturschutz verdeutlichten. „Ich weiß, dass hier eine sehr gute Partnerschaft zwischen BN und dem Landratsamt besteht.“ Naturschutz brauche Bündnisse und Partner und bedeute Kontinuität in der Arbeit. „Unsere Arbeit um den Naturschutz stößt oft auf Unverständnis und es bedarf viel persönlichen Mut und Zivilcourage, um die Positionen zu vertreten“, sagte Weiger. Oft erschließe sich erst nach Jahrzehnten ein positiver Rückblick auf den Erfolg der Arbeit. „Wir handeln aus innerer Überzeugung unter Beachtung naturwissenschaftlicher Fakten.“
Ein Gefühl im Umgang mit der Landschaft sei wichtig. „Neue Autobahnen bedeuten nicht gleich Fortschritt“, sagte der Landesvorsitzende. Landschaften wie es sie noch in Franken gebe, würden in Bayern immer seltener. Hier wurden außergewöhnliche Artenschutzlandschaften geschaffen. „Naturschutz bedeutet auch den Mut haben, sich zur Emotionalität und zu seiner Heimat zu bekennen.“ Viele würden Sensationen woanders, weitab von ihrer Heimat suchen. „Sensationen finden wir am Straßenrand, in der Flur und in den Wäldern, man muss sie nur sehen“, sagte Weiger.
Es sei bedauerlich, dass eine Entfremdung von jungen Menschen zur Natur festzustellen ist. „Bei uns in Deutschland wissen junge Menschen viel zu wenig über die Natur, wir müssen sie wieder an sie heranführen“, so Weiger. Es gelte eine Grundsensibilität zu erhalten und prägende Erlebnisse für die Jugend zu finden. „Naturschutz bedeutet Einsatz für eine belebte Welt, wir müssen die Qualität unserer Böden erhalten.“ Der Landesvorsitzende kritisierte auch das Bahnkonzept im Hinblick auf ICE-Strecken. Er nannte den Kampf des BN gegen das Waldsterben und sprach sich für ökologische Produkte aus.
In diesem Zusammenhang bedauerte er, dass noch viel zu viel solcher Produkte aus dem Ausland kommen. „Unsere Bauern wurden viel zu spät auf diese Möglichkeit hingewiesen“, kritisierte Weiger. Er forderte, dass Subventionen auf einen „knallharten“ Prüfstand gestellt werden müssten. Regionalität und Qualität müssten zusammengebracht werden. „Die Herausforderungen an die Zukunft werden nicht geringer als sie es schon immer waren“, sagte er. „Wir dürfen nicht vor den zentralen Herausforderungen unserer Zeit kapitulieren“, forderte der Redner. Es gelte mit aller Entschiedenheit der Gentechnik entgegen zu treten, denn es gäbe bessere und verträglichere Alternativen. Für seine Rede erhielt Prof. Dr. Weiger lang anhaltenden Beifall.
Nach einer kurzen Pause und einem Imbiss im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung, zeigte Revierförster Roland Günter aus Seßlach eine beeindruckende Dia-Überblendschau über „Zehn Jahre Naturschutz in den Muggenbacher Tongruben“. Roland Günter erläuterte anhand faszinierender Aufnahmen von Insekten und Gelbbauchunken die Entwicklung der mitten in einem Waldgebiet gelegenen über 100 Jahre alten Tongrube. Durch die Initiative „Schutzgemeinschaft Muggenbach“ konnte in dem 25 Hektar großen Gebiet eine geplante Deponie zur Ablagerung von Reststoffen aus Müllverbrennungsanlagen verhindert werden. Seit dem Jahr 2000 ist das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt worden und der Bund Naturschutz ist seit 2001 Eigentümer der Fläche und pflegt diese ehrenamtlich.
Günter bezeichnete das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen als eine Erfolgsgeschichte und Sternstunde des Artenschutzes. Schließlich handele es sich dabei um die Rettung eines bedeutsamen Lebensraumes für Mitteleuropa. Trotz fortgeschrittener Zeit waren die Gäste von der Diaschau so fasziniert, dass sie bis zuletzt ausharrten. hw

 

 

Diese Personen wurden bei der Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der BN-Kreisgruppe Haßberge am Freitagabend in Ebern ausgezeichnet und geehrt. Unser Bild zeigt sie zusammen mit 3. Bürgermeister Harald Pascher (links), BN-Landesvorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger (3. von links), BN-Kreisvorsitzenden Dr. Klaus Mandery (11. von rechts) und Landrat Rudolf Handwerker (rechts). FOTO: HELMUT WILL

Ehrennadeln überreicht
Zusammen mit dem BN-Kreisvorsitzenden Klaus Mandery ehrte Hubert Weiger langjährige und verdiente BN-Mitglieder.
Die goldene Ehrennadel für mehr als 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Nikolaus Barthelmes aus Stettfeld. Für mehr als 30-jährige Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Ehrennadel Adolf Kunzmann (Untermerzbach), Helmut Lang (Königsberg), Edgar Maier, Eberhard Ponader, Jörg Röder (alle Ebern) und Friedrich Müller (Haßfurt) ausgezeichnet.
Die bronzene Ehrennadel für mehr als 20-jährige Mitgliedschaft gab es für Harald Amon, Erich Fleischhack, Alexander Hippeli, Ute Puhl (alle Ebern), Burkard Hauck (Königsberg), Gustav Hömerlein (Hofheim), Wolfgang Kratky (Oberaurach), Hans-Ludwig Megges (Hemmendorf), Anton Schenk (Haßfurt), Ernst Winkler und Ilse Winter (beide Zeil). Besonderer Dank wurde Kurt Langer (Ebern) von der Kreisgruppe zuteil. Für seine unermüdliche Arbeit in der Orts- und Kreisgruppe wurde er vom Landesvorsitzenden Hubert Weiger ausgezeichnet. Einen Blumenstock gab es für seine Ehefrau Helge.

Mitgliederversammlung November 2005

Bericht aus dem Fränkischen Tag vom 21.11.2005
Mandery tritt letztmals an 
Bund Naturschutz wählte Kreisvorstandschaft –
Es gab viel zu tun
HASSFURT . Es sei „das letzte Mal – mit Sicherheit“. Seit 1984 bereits steht Klaus Mandery an der Spitze der Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz in Bayern. Bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Haßfurter Stadthalle stellte der Eberner sich voraussichtlich zum letzten Mal fürs Amt zur Verfügung.
von Ralf Naumann

Vorstand18.11.2005

Die am 18.11.2005 gewählte Vorstandschaft der Kreisgruppe Haßberge des Bund Naturschutz - von links:
1.Vorsitzender Dr. Klaus Mandery
2.Vorsitzender Anton Schenk
Kassenprüfer Eckart Rüdiger
Schriftführerin und Delegierte Sandra Bohnengel
Ersatzdelegierter Klaus Winkler
Schatzmeister Kurt Langer
Regionalreferent Helmut Schultheiß

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen bestätigten die 28 Stimmberechtigten neben Mandery das weitere Führungsgremium des Bundes Naturschutz (BN) im Amt. Manderys Stellvertreter wurde erneut Toni Schenk aus Haßfurt. Schatzmeister ist Kurt Langer (Ebern). Sandra Bohnengel (Eltmann) ist die alte und neue Schriftführerin und seit Freitag zudem Delegierte. Ersatzleute sind Klaus Winkler (Zeil) sowie Franz Rebhan (Eltmann). Eckard Rüdiger aus Ebern fungiert weitere vier Jahre als Kassenprüfer der Kreisgruppe.
Was der 56-Jährige Vorsitzende sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Helfer in den vergangenen Monaten in und für die 1976 von Jörg Röder gegründete Kreisgruppe mit ihren derzeit 1109 Mitgliedern leisteten, wurde bei der Versammlung deutlich. Sowohl der Amphibienschutz (Straßensperrung bei den Tretzendorfer Weihern, 4900 Meter Schutzzaun wurden errichtet, knapp 60 Personen halfen beim Auflesen und Übersetzen), der Fledermausschutz (seit 1988 wurden bereits 24 Keller saniert) als auch die Landschaftspflege standen und stehen immer wieder auf dem umfangreichen Aufgabenprogramm der Kreisgruppe.
Einen hohen Stellenwert nimmt die Umweltbildung ein. Etwa 80 Veranstaltungen fanden überwiegend mit dem Biologen Jürgen Thein sowie seiner Kollegin Julia Gombert von der Haßfurter Geschäftsstelle des BN an Grundschulen, in Kindergärten, in Schullandheimen oder in Jugendherbergen statt. „Dabei“, sagte Mandery stolz, „haben wir etwa 1900 Schülerinnen und Schüler erreicht.“ Und: 80 Erwachsene interessierten sich für die Angebote des Bundes Naturschutz.
Zusammenarbeit
Fortbildungen für die Lehrerschaft sind in Zukunft fest geplant, ebenso soll es eine Zusammenarbeit mit dem Umweltbildungszentrum (Ubiz) in Oberschleichach geben. Mit der Mitarbeit im Arbeitskreis Artenschutz, der Planung, Unterstützung und Durchführung von GEO-Tag-Veranstaltungen oder der „Planung eines Projekts zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Veränderung der Kulturlandschaft und Veränderung des Artenspektrums am Beispiel unserer fränkischen Heimat“ werden weitere überregionale Aufgaben übernommen.
Sauer stieß Klaus Mandery die beabsichtigte Löschung von Naturdenkmälern im Kreis Haßberge auf Grund „angeblicher finanzieller Schwierigkeiten im Hinblick auf die Unterhaltssicherungspflicht einiger Naturdenkmäler“ auf. „Geschaffen wurden sie“, machte er deutlich, „weil sie altehrwürdig sind und oftmals vielfältige ökologische Funktionen erfüllen. Nun, wo sie durch ihre Alterszunahme in der Regel noch viel wertvoller geworden sind, sollen sie aus lauter Angst vor möglichen Problemen der Säge zum Opfer fallen. Das stößt auf massiven Widerstand“, sprach der Vorsitzende klare Worte.
Als Problem kristallisiert sich derzeit die erwartete Nutzungsintensivierung in Naturschutzgebieten (NSG ) heraus, insbesondere im Naturschutzgebiet Tretzendorfer Weiher. Das NSG Tretzendorfer Weiher gilt als ein „Kind“ des Bundes Naturschutz Haßberge. „Wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren, dass die Verordnung umgangen wird beziehungsweise dass den Nutzern Rechte eingeräumt werden, die nicht vorgesehen sind.“
Weitaus angenehmer war der Blick auf das kommende Jahr, wenn die Kreisgruppe ihren 30. Geburtstags feiern kann. Am Samstag, 25. März findet in Ebern zunächst der nordbayerische Naturschutztag statt, ehe mit einem Ehrenabend das Jubiläum begangen wird. Vorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger hat sich dazu angekündigt.
Zu Beginn der Kreisversammlung am Freitagabend in Haßfurt hatte Helmut Schultheiß BN-Mitglieder und interessierte Reiselustige auf eine „Reise ins blaue Paradies Russlands“ mitgenommen. Der Regionalreferent aus Nürnberg machte anhand beeindruckender Dias das Wunder des Altai-Gebirges lebendig, das er in 17 Tagen auf einer Tour erlebt hat.

 

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NP 28.01.2005BUND NATURSCHUTZ HASSBERGE

 
Einladung zu Diaschau über die Natur Namibias und zu einer Mitgliederversammlung


Einblick in eine faszinierende Welt
EBERN - Am Freitag, 25. Februar, lädt die Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Festabend nach Ebern ein. Die Veranstaltung findet in der Rathaushalle am Marktplatz statt und beginnt um 19.00 Uhr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Bilderschau von Susanne Faltin und Klaus Mandery über die faszinierende Natur Namibias. Im Anschluss findet die jährliche Mitgliederversammlung statt.
Zum Auftakt des BN-Veranstaltungsprogramms im Jahr 2005 lädt die Kreisgruppe alle Bürger dazu ein, der Biologielehrerin Susanne Faltin aus Bamberg und dem Vereinsvorsitzenden Klaus Mandery auf eine faszinierende Bilderreise zu den Naturschönheiten Namibias zu folgen. Über drei Wochen und 5500 Kilometer erstreckte sich die Minibusreise durch eines der größten Naturparadiese Afrikas. In über 500 Bildern werden die Schönheiten Südwestafrikas in einer Beamer-Projektion belichtet und den Welt umspannenden Naturschutz-Aktivitäten ausreichend Diskussionsraum geboten werden. Im Zentrum stehen jedoch die Etoscha-Pfanne mit ihrem Reichtum an Großsäugern, die Namib, die älteste Wüste der Welt, mit verblüffenden Angepasstheiten, der gewaltige Fischfluss-Canyon, nach dem Grand Canyon zweitgrößter der Welt, riesige Dünen des Sossusvlei, der Köcherbaumwald, das lebende Fossil Welwitschia mirabilis und beeindruckende Erosionslandschaften um Khoraxis. Natürlich werden auch die Relikte der deutschen Vergangenheit des ehemaligen Deutsch-Südwestafrika nicht fehlen.

Im Anschluss an die Bilderschau findet die jährliche Mitgliederversammlung der BN-Kreisgruppe statt.

Der Vorstand wird über ein ereignisreiches Jahr berichten. Vor allem das Volksbegehren „Aus Liebe zum Wald“ wird diesen Rückblick bestimmen. Durch den unermüdlichen Einsatz des Waldbündnisses Haßberge konnte im Landkreis die erforderliche Zehn-Prozent-Hürde übersprungen werden. Landesweit scheiterte das Bürgerbegehren allerdings knapp. Allen Naturschützern kommt nun die Aufgabe zu, die weiteren Entwicklungen in der staatlichen Forstwirtschaft aufmerksam zu begleiten, um zum Wohle der naturnahen Waldentwicklung rechtzeitig Fehlentwicklungen gegensteuern zu können.
Erster Ansprechpartner
In vielfältiger Weise hat die BN-Kreisgruppe auch im letzten Jahr im Landkreis Haßberge für Natur- und Umweltschutz gewirkt. Seit nunmehr fünf Jahren sind die Mitarbeiter des BN erster Ansprechpartner in Sachen Umwelt- und Naturpädagogik für Schulen und Kindergärten im Landkreis Haßberge. Weit über 70 Schulklassen und Kindergartengruppen begleiteten die erfahrenen Naturpädagogen des BN im letzten Jahr wieder auf einem spannenden Vormittagsausflug in die Natur.
Die Erhaltung unserer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt war ebenfalls wieder ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des BN. Neben den Amphibienschutzmaßnahmen im Frühjahr, der Renovierung von zwei Felsenkellern als Fledermauswinterquartier und den Pflegemaßnahmen auf über sieben Hektar wertvollster Biotope im Sommer, war die Renovierung der Scheune am Forsthaus Eichenbühl unter spezieller Berücksichtigung der Ansprüche verschiedenster Tierarten das aufwändigste Projekt der ehrenamtlichen Natur- und Artenschützer.
Als Organisatoren des GEO-Tags der Artenvielfalt mit dem Motto „Das Maintal – unser Lebensraum“ wirkten Klaus Mandery und die Mitarbeiter der BN-Geschäftsstelle auch wieder über die Landkreisgrenzen hinaus für den Naturschutz. In Zusammenarbeit mit den nordbayerischen BN-Gruppen, dem Landesbund für Vogelschutz, den Ornithologischen Arbeitsgemeinschaften und weiteren Vogelkundlern fand unter anderem eine Erfassung der Nachtigallbestände im gesamten Maingebiet statt. Mit knapp 400 singenden Männchen besaß der Landkreis Haßberge die größten Bestände im Untersuchungsgebiet.
Über andere Aktivitäten des BN wurde im letzten Jahr ausführlich in der Presse berichtet, so zum Beispiel über die Wanderausstellung „Bayerns Schönheit bewahren“ zur Problematik des Flächenverbrauchs im Landkreis, den Fotowettbewerb „Natur im Focus“ und die Mitarbeit beim Projekt „Rückkehr auf leisen Sohlen – Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“.
Die Planungen und Aktivitäten für das Jahr 2005 werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Der Schatzmeister und die Revisoren werden schließlich noch den Kassenbericht vorlegen. Zum gemütlichen Ausklang sind alle Mitglieder ans kalte Buffet mit Produkten aus heimischer Produktion eingeladen.

Mitgliederversammlung Januar 2004

Bericht aus der Neuen Presse vom 02.02.2004
Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Haßberge am 30.01.2004

Mitgliederversammlung KG HAS 30.01.2004 01
Bei Vollversammlung in Ebelsbach auf Gefahren aufmerksam gemacht
Bayerns Schönheit versinkt oft in Beton und Asphalt
Bayern und Franken ist schön – „noch“, würden die Mitglieder des Bund Naturschutz einwenden, angesichts der neuerlichen Sparwelle der Staatsregierung und der anhaltenden Zersiedelung der Heimat. Bei der Vollversammlung der Kreisgruppe Haßberge am Freitagabend in Ebelsbach machte der Landesbeauftragte Richard Mergner in einem Vortrag auf drohende Gefahren durch den Flächenverbrauch aufmerksam und blickte mit den Mitgliedern auf die geleistete und künftige Arbeit.

Mitgliederversammlung KG HAS 30.01.2004 02

Bürgermeister Walter Ziegler
                      BN-Landesbeauftragter Richard Mergner
                                             BN-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery

EBELSBACH
- Die Arbeit der Kreisgruppe im vergangenen Jahr kann sich sehen lassen. In der aktuellen „HAS-Natur“, der kreisweiten Mitgliederzeitschrift, steht auf 30 Seiten eine beeindruckende Bilanz des „Heimatvereins“. Angefangen beim Amphibien- und Fledermausschutz, über die Landschaftspflege und der Naturschutzforschung bis hin zum Geo-Tag der Artenvielfalt und der Umweltbildung, bei der man auch die angrenzenden Kreisgruppen in den Landkreisen Rhön-Grabfeld oder Schweinfurt unterstützt.
Vorschläge zur Verbesserung
„Wir wollen Bayern bewahren und schimpfen nicht nur, sondern wir machen auch Verbesserungsvorschläge“, betonte Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery . Dass es auch in Ebelsbach viel zu verteidigen gibt, da war sich der BN-Kreisvorsitzende mit Bürgermeister Walter Ziegler einig. Gerade der Ebelsberg, das erste Naturschutzgebiet im Landkreis, mit seinen Magerrasen und seltenen Orchideen oder das bedeutende Fledermausquartier in der Stollenanlage „gilt es zu erhalten, da bin ich mit ihnen eins“, sagte Ziegler, der das Angebot Manderys gerne annahm, im Rahmen des 1200. Jubiläums einen Vortrag über den Naturschutz im Gemeindegebiet auszuarbeiten.
Gerade diese Arbeit könnte in den nächsten Jahren jedoch schwieriger werden. „Die von der Politik gestellten Weichen versprechen nichts Gutes“, meinte Mandery und nannte unter anderem die Mittelkürzungen bei der Landschaftspflege. Für 2004 könne man die Mitarbeiter wohl noch bezahlen . Doch was nach diesem Jahr kommt, konnte der Kreisvorsitzende nicht sagen.
Der Bund Naturschutz leistet gute Arbeit und hat es verdient, unterstützt zu werden“ , sagte Mandery. Es müsse die Haus- und Straßensammlung forciert werden, da wohl auch Kürzungen beim Amphibienschutz und dem Vertragsnaturschutz drohten. Auch die Landschaftspflege werde wohl über kurz oder lang auf der Strecke bleiben.
Von den drohenden finanziellen Problemen lässt sich die Kreisgruppe jedoch nicht entmutigen. Auch für 2004 sind bereits zahlreiche Aktionen geplant, wie beispielsweise im Amphibienschutz. Allein im Ebelsbachtal und an der Straße nach Stettfeld gehen durch die Hände der Naturschützer jährlich 1500 Tiere.
Darüber hinaus werde die Umweltbildung und die Naturschutzforschung fortgesetzt. Bereits vor 15 Jahren habe man die Heuschrecken untersucht, was nun eine Aussage über ihre Entwicklung und vor allem die der Magerrasen zulasse, wie Mandery sagte. Den Geo-Tag der Artenvielfalt organisiert die Kreisgruppe in diesem Jahr in ganz Mainfranken und auch eine Beteiligung am Life-Projekt ist geplant.
Mandery bedankte sich an dieser Stelle bei den Mitgliedern und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, für ihre unermüdliche Arbeit. Unter anderem nannte er die Biologen Jürgen Thein und Julia Gombert , die anlässlich dieser Versammlung eine lokale Ausstellung zur landesweiten Aktion „Bayerns Schönheit bewahren – Flächenverbrauch und Zersiedelung vermeiden“ konzipiert hatten.
Die Informationen der Stelltafeln warfen dunkle Schatten auf die Haßberge, denn der Flächenverbrauch und die Zersiedelung haben auch im Landkreisbedenkliche Ausmaße erreicht, wie der BN-Kreisvorsitzende sagte. Allein in den letzten zwölf Jahren hat die Bodenbebauung um 31 Prozent zugenommen. Dicke schwarze Boller sind überall im Landkreis zu sehen. Sie zeigen die freien Gewerbeflächen im Landkreis, von denen es derzeit mehr als 145,4 Hektar gibt. Und trotzdem werden immer noch neue Flächen ausgewiesen.
Bayern beim Verbrauch von Flächen spitze
Bayerns Schönheit versinkt vielerorts in einem Meer aus Asphalt und Beton. Als Negativbeispiel eines ungebremsten Wachstums hat man Knetzgau ausgewählt, das seit 1953 um 403 Prozent gewachsen ist. Keine seltene Entwicklung in Bayern, wie der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner sagte, der die „tolle und kompetente Arbeit“ der Kreisgruppe lobte. Bei seiner Fahrt vom Bahnhof in Haßfurt nach Ebelsbach habe er etliche Schilder gesehen, die freie Gewerbegebiete anpriesen. „Bayern ist beim Flächenverbrauch spitze. Knapp 140 Quadratmeter werden pro Minute verbaut und sind damit für die Natur verloren.“
Als Ursache nannte Mergner das Bevölkerungswachstum, eine Zunahme der Wohn- und Gewerbeflächen sowie den Trend zur Single-Gesellschaft. „Erst kommt zumeist eine Straße, dann wird die Fläche aufgefüllt. Es gibt Gemeinden, da wird bereits die Umgehungstrasse der Umgehung gebaut.“ Welche Ausmaße das annehmen kann, war an einem Bild vom „Los Angeles“-Kreisel bei Gersthofen zu sehen, bei dem sich der Asphalt kreuz und quer durch die ehemals unberührte Natur windet.
Gerade in Nordbayern brächen angesichts der Neuausweisung gigantischer Gewerbegebiete derzeit offensichtlich alle Dämme. So seien in den Landkreisen Ansbach, Hof und Amberg neue Gewerbeflächen in einer Größenordnung von beinahe 100 Hektar geplant – „das entspricht fast der vierfachen Fläche der Würzburger Innenstadt.“
Der Bund Naturschutz appelliere deshalb an die verantwortlichen Kommunalpolitiker, endlich ihren ökologisch wie ökonomisch ruinösen Wettbewerb um die Ausweisung neuer Gewerbegebiete aufzugeben , betonte Mergner. Angesichts 13 000 Hektar voll erschlossener und trotzdem leer stehender Gewerbegebiete gelte es diese Fehlentwicklung mit Nachdruck zu stoppen.
An Probleme des Flächenfraßes denke man erst, wenn es zu spät sei. „Das Wasser kam über Nacht“, zeigte der Landesbeauftragte einen Zeitungsartikel und machte auf das Hochwasser aufmerksam. „Von der Vernichtung der Tiere und Pflanzen einmal ganz abgesehen.“
Schönheit bewahren
Die örtliche Ausstellung mit ihren Schautafeln und Bildern soll in den kommenden Monaten an verschiedenen Orten im Landkreis zu sehen sein. Neben Zeil wird sie wohl durch verschiedene Gemeinden wandern und zum Flächenschutz mahnen. „Denn wir alle wollen doch die Schönheit Bayerns bewahren“, sagte Klaus Mandery. tog

Mitgliederversammlung 2003

FT 03.02.2003

KREIS HASSBERGE. Die Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz (BN) am Freitag 31.01.2003 fand in dieser Form zum ersten Mal statt. Neben dem Jahresabschluss ging es um den Schutz der Amphibien, die bald wieder über die Straßen wandern.

Früher musste die Kreisgruppe des BN nur der Landesgruppe Rechenschaft über ihre Fi­nanzen ablegen. Nach rechtlichen Veränderungen müssen die Zahlen jetzt auch den Mitgliedern auf Kreisebene und der Öffentlichkeit dargelegt werden. Den Kassenbericht von Schatzmeister Kurt Langer erläuterte der Vorstand der Kreisgruppe, Dr. Klaus Mandery.

Die Zahlen zeigten, dass im letzten Jahr mehr Geld ausgege­ben wurde als Einnahmen da waren. Dennoch verfügt die Kreisgruppe über ein Guthaben, das Mandery auch für dieses Jahr wieder anstrebt. Einnahme müssten ,,für die Sache gewinnbringend"   angelegt werden, zum Wohl der Natur.

Besonders die Öffentlichkeitsarbeit, die der GEO-Tag der Artenvielfalt im Juni in Zell erforderte, habe letztes Jahr zu Buche  geschlagen.  Artenschutz, Biotoppflege und Aktionen für den Umweltschutz hätten weitere Ausgaben erfordert. Für Personalkosten erhält die Kreisgruppe keine Zuschüsse von der Landesgruppe, wie Klaus Mandery erklärte. Und das, obwohl ,,wir immer gut eingedeckt sind mit Arbeit". Bei vielen finanziellen Dingen sei die Kreisgruppe auf sich allein gestellt, so Mandery.

Einen Etat für das laufende Jahr vorzulegen, gestalte sich „ganz schwierig", so Mandery weiter. Es gebe immer Ausgaben, deren Höhe nicht vorhergesagt werden könne. So will die Kreisgruppe dieses Jahr ein neues Auto anschaffen, hat aber noch nichts in Aussicht.

Auf einige Einnahmen könne der BN aber zählen, so auf den Zuschuss des Landkreises, der Ergebnisse von Untersuchungen benötigt, oder auf einige der Bußgelder, die Straftätern vom Gericht auferlegt werden. Unterstützung habe die Kreisgruppe bei ihrer Arbeit zur Umweltbildung beantragt.

Kassenprüfer Rüdiger Eckhart konnte Kurt Langer und Mandery eine einwandfreie Kassenführung bescheinigen. Vorstandschaft und Schatzmeister wurden entlastet.

Amphibien wandern

Das andere Thema auf der Mitgliederversammlung  war der Schutz von Amphibien, die bald wieder zu ihren Laichgewässern zurückkehren und dabei oft Straßen queren müssen. Jürgen Thein, Biologe bei der Kreisgruppe Haßberge des BN, informierte den FT über die 13 Straßenabschnitte, an denen von Mitte Februar bis Ende Mai Schutzzäune aufgestellt werden. Zäune stehen zwischen Allertshausen und Eckartshausen, zwischen Jesserndorf und Gemünd, und zwischen Geusfeld und Wustviel.

Auch Straßenabschnitte zwischen Ebelsbach und Stettfeld, zwischen Haßfurt und Knetzgau, zwischen Steinsfeld und Wonfurt sowie zwischen Fabrikschleichach und Karbach werden gesperrt sein. Ferner sind Zäune zu finden bei Kehl­ingsdorf, von Roßstadt zur Landkreisgrenze, bei Fabrikschleichach am Wotansbrunn, bei Ebelsbach an der Passmühle und an der Klaubmühle sowie bei Hafenpreppach.   gh

 

Sie leiten die BN-Kreisgruppe (von links). Toni Schenk (Zweiter Vorstand), Sandra Bohnengel (Schriftführerin), Eckhart Rüdiger  (Kassenprüfer), Kurt Langer (Schatzmeister),und Klaus Mandery. Foto: BN

Mitgliederversammlung 2002

 

 

Der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe, Dr. Klaus Mandery (links) und der Stettfelder Bürgermeister Winfried Schlee (2. von links) feierten gemeinsam „Geburtstag“, nämlich den 25. der Kreisgruppe sowie die 80-jährige Mitgliedschaft im Landesverband. Stellvertretender Landrat Günter Lipp, der Bayerische Landesvorsitzende Professor Dr. Hubert Weiger sowie Landrat Rudolf Handwerker (von rechts) überbrachten die herzlichsten Glückwünsche verbunden mit der BN-Linde und einer Dankesurkunde.     FOTO: RALF NAUMANN

 

NP 11.11.2002
BN-KREISGRUPPE FEIERTE 25-JÄHRIGES BESTEHEN
„Herz der Menschen schlägt für die Natur“
Landesvorsitzender Prof. Weiger gratulierte zu vielfältigem Engagement / Gemeinde Stettfeld seit 80 Jahren BN-Mitglied
 Rudolf Handwerkers Worte taten Dr. Klaus Mandery sicherlich gut. „Wir wissen, was wir an ihnen haben“, sagte der Landrat. Damit lobte er den Eberner Vorsitzenden der Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz (BN) zwar nicht persönlich. Vielmehr war die Umweltorganisation selbst gemeint, die vor 25 Jahren gegründet wurde.
STETTFELD - Doch nicht nur deswegen hatte Stettfelds Bürgermeister Winfried Schlee zu einer „Geburtstagsparty“ eingeladen: Immerhin ist die östlichste Landkreisgemeinde schon seit 80 Jahren Mitglied beim Bund Naturschutz in Bayern. Ebenso ein würdiger Anlass zum Feiern.
Zahlreiche Gratulanten, darunter auch Vertreter der Kreisgruppen aus Coburg, Schweinfurt und Lichtenfels, fanden sich am Samstagabend deshalb im Saal des Gasthofes Strätz ein, um den „Jubilaren“ beziehungsweise ihren Machern und Mitarbeitern zu danken. Der Bund Naturschutz, machte Handwerker deutlich, habe in den letzten Jahren für die Untere und Oberen Naturschutzbehörde stets viel Vorarbeit und flankierende Unterstützung geleistet. Das Erreichte könne sich sehen las-sen.
Der Landkreis Haßberge, betonte Handwerker, entwickelte sich dank gemeinsamer Bemühungen sowie gegenseitiger Rücksichtnahme zu einem Vorzeigegebiet. „Im Naturschutz muss man die Bevölkerung für sich gewinnen, für den Naturschutz muss man werben.“ Insgesamt hofft der Kreischef wie bisher auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit. „Ich wünsche mir ebenso eine enge Zusammenarbeit von Behörden und Naturschutzverbänden mit allen engagierten kreisangehörigen Gemeinden und mit allen gutwilligen Interessenvertretungen. Nur zusammen sind wir stark.“
Ein Sonderlob erhielt der „Gastgeber“, der sich seither aktiv in den Naturschutz einbringe. „Das Herz der Menschen hier schlägt für die Natur.“ Stettfeld sei eine im Naturschutz und für die Natur engagierte Gemeinde, die sich den Naturschutz auf ihre Fahne geschrieben habe und aktiv voran treibe.

Die herzlichsten Glückwünsche überbrachte nicht zuletzt der wohl prominenteste Gast, der bayerische BN-Landesvorsitzende Professor Dr. Hubert Weiger. Für den Nürnberger stand jedoch nicht nur die Überbringung von Dank und Anerkennung auf dem Programm. Er beschäftige sich zudem mit der nicht gerade rosigen Situation der Heimat beziehungsweise der Landschaft, die auch wegen der Schäden der vergangenen 50 bis 100 Jahre momentan nicht mehr durch die ästhetischen Qualitäten oder Vielfalt von visuellen Reizen geprägt werde, wie man sie in den Städten und Dörfern in ihrer Architektur noch erleben könne. „Uniformität, Fantasielosigkeit oder höchste Rationalität bei höchster Inhumanität“ würde den Zustand dagegen besser bezeichnen, gerade im Hinblick auf die immer größer werdenden Gewerbegebiete.
Selbst wenn auch im Landkreis Haßberge nicht alles so lief, wie es sich die Naturschützer vorgestellt haben, „haben sie eine außergewöhnliche Vielfalt, auf die sie stolz sein können und stolz sein sollten“, hob Professor Dr. Weiger hervor. „Da werden sie andere beneiden.“ Allgemein aber müsse man wieder mehr lernen vom Vorbild der Natur und – direkt bezogen auf den geplanten Ausbau des Mains – wegkommen vom Konkurrenzdenken hin zu mehr Kooperation. Insgesamt, so der BN-Landesvorsitzende, müsse Vorhandenes gesichert statt rasch verändert werden.

Der „Glücksfall für den Bund Naturschutz“, so titulierte Bürgermeister Winfried Schlee den aktuellen Vorsitzenden der Kreisgruppe Haßberge, ließ zuvor die 25-jährige Tätigkeit Revue passieren. Erstmals richtig aktiv wurden die Mitglieder demnach 1978, als es um den Bau der Maintalautobahn vor allem im Bereich des Hochtales am Hermannsberg ging. Doch noch viel mehr Aktivitäten können dem Bund Naturschutz zugeschrieben werden. Etwa die Artenschutzkartierung (ASK) für das Bayerische Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) in der Zeit von 1978 bis 1986, die im vergangenen Jahr wieder aufgenommen wurde, oder die über 20-jährigen Schutzbemühungen für das „fleischfarbene Knabenkraut“ gegen die Ausweitung der Absetzbecken der inzwischen geschlossenen Zeiler Zuckerfabrik sowie später das Red-Area-Projekt in der Mainaue zwischen Haßfurt und Zeil mit Engagement gegen den Bau des Autobahnzubringers, als es „recht heftige Kontroversen“ mit dem damaligen Kreischef Walter Keller gab, und die Erweiterung des Flughafens der Kreisstadt.
Freilich konnten die Ziele nicht immer erreicht werden. Die inzwischen weit über 1000 Mitglieder der Kreisgruppe sind es auch, die seit 1982 alljährlich bis zu 17 Amphibienschutzzäune in einer Gesamtlänge von acht Kilometern aufstellen, da-für im vergangenen Jahr die Umweltmedaille des Landkreises erhielten und als „Aushängeschild in Bayern“ gelten. Ebenso lang läuft die Fledermauserfassung und der Fledermausschutz hauptsächlich durch Betreuung und Sicherung der Sommer- und Winterquartiere sowie der Erhöhung des Angebotes an künstlichen Aufenthaltsplätzen.
Altbatteriensammlung (1983 bis 1985), Libellenkartierung (1983 bis 1987), Entwicklung von Landschaftspflegekonzepten sowie Verbreitung von Vertragsnaturschutzprogrammen in der Landwirtschaft (1991), intensive Unterstützung für „Das bessere Müllkonzept“ (1990/91), Engagement gegen die Stilllegung von Bahnlinien wie das berühmte „Hofheimerle“ oder den langsamen Abzug des Transports auf der Linie Maroldswei-sach–Breitengüßbach über Ebern (seit 1992), der seit einem Jahr durchgeführten Umweltbildung: Die Umweltorganisation, die sich neben Fledermaus-, Orchideen-, Wildbienen- und Amphibienschutz sowohl um Landschaftspflege oder seit einem Jahr in Zusammenarbeit mit Schulen und neu gegründeten BN-Kindergruppen um Umweltbildung kümmert, ist aus dem Landkreis nicht mehr wegzudenken. „Die 25 Jahre waren nicht schlecht gewesen“, stellte Dr. Klaus Mandery fest.
Entgegen des allgemeinen Trends soll es nach den Worten des Vorsitzenden beim BN auch weiterhin voran gehen. „Wir werden nicht zu einem Null-Wachstum übergehen, wir werden versuchen, den Naturschutz auf einen breitere Basis zu stellen, unser Wissen hier einzubringen.“
Die Kreisgruppe ist seit Samstagabend zudem wieder komplett, denn im Vorfeld der Feierlichkeiten wurde in der zuvor durchgeführten Mitgliederversammlung Kurt Langer aus Ebern als neuer Schatzmeister für den noch offenen Posten gewählt. Als Kassenprüfer fungieren der Ehrenvorsitzende Jörg Röder sowie Eckhard Rüdiger, ebenfalls beide aus Ebern.                          
Ralf Naumann
Programm der Mitgliederversammlung am 09.11.2002
im Saal der Gaststätte Strätz in Stettfeld
18:30 Uhr   Mitgliederversammlung
                    zur Neuwahl des Schatzmeisters
                    und der Revisoren der Kreisgruppe
19:30 Uhr   Festveranstaltung
                    Begrüßung
                          Winfried Schlee 1. Bürgermeister Gemeinde Stettfeld
                    “25 Jahre BN Haßberge”
                           Dr. Klaus Mandery, BN-Kreisvorsitzender
                    “Landschaft und Heimat”
                           Prof. Dr. Hubert Weiger, BN-Landesvorsitzender
                    Grußwort
                            Landrat Rudolf Handwerker
Anschließend waren alle Anwesenden zu einem Imbiss eingeladen.

Mitgliederversammlung November 2001

FT 26.11.2001 Bericht über die Mitgliederversammlung des Bund Naturschutz Kreisgruppe Haßberge

Professor Weiger sprach über Landwirtschaft - Röder hat Ehrenvorsitz

KREIS HASSBERGE. Rund 30 der 1130 Mitglieder starken Kreisgruppe kamen in die Haßfurter Stadthalle, um sich Berichte anzuhören, bei Neuwahlen ihre Stimmen abzugeben oder um bei den Ehrungen dabei zu sein. Als besonderer Gast sprach der Landesbeauftragte Professor Dr. Hubert Weiger zum Thema "Umweltpolitik in Bayern".

In seinem Vortrag sprach Professor Weiger mehrere Themen an. Zur agrarpolitischen Ebene meinte er, es komme darauf an, den bäuerlichen Betrieben wieder eine Perspektive zu bieten. Die hätten in Anbetracht fallender Preise auch durch amerikanische Massenproduktion eigentlich nur auf dem Qualitätsmarkt eine Chance, was zudem in erster Linie von der Nachfrage der Verbraucher abhänge. "Während wir noch diskutieren, besetzen diesen Markt allerdings bereits andere", ärgerte sich der Landesbeauftragte nicht über importierte Produkte aus Ländern, die in der Beziehung schon weiter seien, sondern über Politiker hier, die auch aus parteipolitischen Gründen in der Sache kaum vorwärts kämen. "Bitte resignieren sie nicht, denn ohne ihr Engagement hätte der Naturschutz überhaupt keine Perspektive", unterstrich Weiger in Anbetracht des düsteren Szenarios zum Abschluss. Zum Thema Naturschutzgebiete lenkte der Vorsitzende der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe, Klaus Mandery (Ebern), das Augenmerk auf die jüngst ausgewiesene Haßfurter Mainaue.
"Wir sind stolz, das Wichtigste unter Schutz gestellt zu haben, und mit der Mainaue eines der größten Schutzgebiete Bayerns zu haben", freute er sich und nannte in seinem Rückblick neben Maßnahmen im klassischen Naturschutz mit der Umweltbildung einen weiteren wichtigen Aspekt. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen in die Natur gebracht werden, um durch gemeinsame Erlebnisse Einsichten in Zusammenhänge wachsen und eine längerfristige ernsthafte Beschäftigung mit der Natur entstehen zu lassen.
In der Versammlung wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand, nachdem Jörg Röder zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war; dem krankheitsbedingt abwesenden Franz Reuter soll die Urkunde später überreicht werden. Das Ergebnis der Wahl: Vorsitzender bleibt Klaus Mandery. An Stelle von Dr. Markus Butterweck übernimmt Toni Schenk den Posten des Zweiten Vorsitzenden. Schatzmeister bleibt Ludwig Rehm sowie Franz Rebhan Delegierter. Neu dazu gewählt wurden Sandra Bohnengel als Schriftführerin und Klaus Winkler zum stellvertretenden Delegierten. Der neue Revisor heißt Kurt Langer.
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KREIS HASSBERGE. Landesbeauftragter Professor Dr. Hubert Weiger hatte bei der Jahresversammlung der Kreisgruppe Bund Naturschutz (BN) seinen Vortrag unter den Titel "Umweltpolitik in Bayern" gestellt.
"Hat es überhaupt einen Sinn?" Diese Frage vieler junger Menschen stellte Professor Weiger, als er die Arbeit des Bundes Naturschutz auch im Haßbergekreis ansprach.
Vor allem junge Menschen würden zwar einsehen, dass dieses Engagement wichtig sei, machten aber nicht mit, weil es aus ihrer Sicht letztlich erfolglos bliebe. Der Landesbeauftragte ließ den Sinn deutlich werden, indem er Erfolge in Bereichen wie Abfallwirtschaft, Trinkwasserwirtschaft oder im konkreten Artenschutz aufzählte, die auch die Haßberg-Kreisgruppe mit ermöglichte. "Wir haben heute 70 Prozent als durchschnittliche Wiederverwertungsquote, wodurch über zehn Müllverbrennungsanlagen überflüssig gemacht wurden", nannte Weiger eine positive Entwicklung der Abfallwirtschaft. Das erspart den Bürgern in Bayern Kosten von rund fünf Milliarden Mark und sei vor allem der gemeinsamen Arbeit der Naturschützer zu verdanken.
Die machten sich auch auf der rechtlichen Ebene stark und bewirkten bereits 1973 ein erstes Naturschutzgesetz auf Landesebene.
Mittels Karte ließ der Landesbeauftragte deutlich werden, dass in den letzten 15 Jahren viele wichtige Lebensräume als relevante Naturschutzgebiete ausgewiesen wurden, wofür in Bayern bundesweit mit am meisten Geld ausgegeben würde. "Sieben Prozent der Fläche im Landesdurchschnitt wurden bereits zu FFH- und Vogelschutzgebieten und nach europäischem Recht gesichert", so der Landesbeauftragte. Das sei auch aus finanzieller Sicht wichtig, denn Bauern, die diese schutzwürdigen Gebiete bewirtschaften, bekämen Geld aus europäischen Fördermitteln.
Bei all den Erfolgen zeigte Weiger allerdings auch schonungslos auf, dass zentrale Zielsetzungen wie der Schutz lebenswichtiger Ressourcen von Boden, Wasser und Luft dennoch nicht erreicht wurde. Der Wald sterbe weiter, sagte er; die dramatische Situation werde bei einem Spaziergang durch den Bayerischen Wald besonders deutlich, wo der Borkenkäfer als Totenbestatter dahinsiechenden Wäldern den Rest gebe. "Ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb wird täglich überbaut", machte er den raschen Bodenverlust deutlich, und Einkaufszentren auf der grünen Wiese sind ihm ein Dorn im Auge. Auch im Bereich der Verkehrspolitik traf der Fachmann düstere Prognosen: "Bis 2009 wird es zu einer nochmaligen Verdopplung der LKW-Transporte im Transitbereich kommen", prophezeite er.
Keine gute Entwicklung
Die Umwandlung der Bahn in eine Aktiengesellschaft sieht er als Katastrophe, da dadurch Güterverkehr nur noch da auf die Schienen komme, wo er rentabel sei. Eine größere Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und damit mehr Entlastung für Natur und Umwelt werde durch eine gewaltige Lobby im LKW-Bereich verhindert.
Marcus Haas

 

Eigenbericht zur Mitgliederversammlung vom 23.11.2001:

Die jährliche Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz (BN) fand am Freitag, 23.11.2001 um 19:00 Uhr im Kleinen Saal der Stadthalle in Haßfurt statt.
Nach der Begrüßung ging der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Dr. Klaus Mandery in seinem Rechenschaftsbericht auf die Erfolge der Kreisgruppe in den letzten Jahren ein. So befindet sich zum Beispiel eines der größten Naturschutzgebiete in Nordbayern, der „Haßbergtrauf“, im Landkreis Haßberge. Nach langer, intensiver Vorarbeit wurde vor kurzem auch das Naturschutzgebiet „Mainaue“ genehmigt. Die Kreisgruppe Haßberge ist außerdem beim Artenschutz in einer führenden Position.
In seinem Vortrag ging der Landesbeauftragte des Bundes Naturschutz in Bayern, Prof. Dr. Hubert Weiger auch auf die Erfolge des Bundes Naturschutz ein. Der BN hat als Erster auf das Waldsterben Anfang der achtziger Jahre hingewiesen. Als Folge daraus wurden zum Schutz der Wälder die Schwefeldioxidemissionen durch Rauchgasentschwefelung der Kraftwerke auf 10 % des damaligen Ausstoßes verringert. Professor Weiger erinnerte sich an Diskussionen Anfang der Neunziger Jahre als er eine Abfall-Verwertungsquote von 50-70 % als erreichbar ansah. Er sei von Fachleuten damals dafür ausgelacht worden. Heute ist eine Quote in Bayern von 70 % erreicht. Einige Bereiche haben eine Verwertungsquote von 80 %!
Sorgen machen ihm heute allerdings der rasante Flächenverbrauch durch Gewerbegebiete außerhalb der Städte, insbesondere die Factory-Outlet-Center, welche die Städte ausbluten lassen.
Leider sind auch die Vorteile der Ausweisung von Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Flächen von verschiedenen Interessensgruppen nicht erkannt worden. Andere EU-Länder haben zum Teil 15 % ihrer Landesfläche als FFH-Gebiete ausweisen lassen, Deutschland nur 7 %. Für FFH-Gebiete werden von der EU Fördermittel bereitgestellt, welche den Landwirten zur Verfügung gestellt werden. FFH-Flächen sind auch ein hervorragendes Werbemittel für den „Sanften Tourismus“.


Bei der anschließenden Ehrung langjähriger Mitglieder wurde der erste 1.Vorsitzende der Kreisgruppe Haßberge, Jörg Röder
zum Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppe ernannt.

 

Der bisherige 2. Vorsitzende Dr. Markus Butterweck ist aus beruflichen Gründen nicht mehr im Landkreis Haßberge wohnhaft und steht daher nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung und wurde vom 1.Vorsitzenden für seine erfolgreiche Tätigkeit im Bund Naturschutz mit einem Geschenk geehrt.

 

Die Wahlen zum neuen Vorstand brachte folgendes Ergebnis:

  • 1. Vors. Klaus Mandery, Ebern
  • 2. Vors. Toni Schenk, Haßfurt
  • Schriftführerin Sandra Bohnengel, Zeil
  • Schatzmeister Ludwig Rehm, Haßfurt-Wülflingern
  • Kassenprüfer Kurt Langer, Ebern
  • Delegierter Franz Rebhan, Eltmann
  • Delegierter Klaus Winkler, Zeil

 Zum Abschluss des Abends zeigte Roland Günter aus Seßlach in einem beeindruckenden Dia-Vortrag die Besonderheiten und Schönheiten des neuen Naturschutzgebietes „Muggenbacher Tongruben“ im Nachbarlandkreis Coburg auf.
Für das leibliche Wohl war mit einem Kalten Buffet mit Produkten aus ökologischem Anbau bestens gesorgt.