Feier am 23.10.2016 in Ebern in der Frauengrundhalle

Feier in der Frauengrundhalle mit vielen anwesenden Bürgermeistern
Dr. Klaus Mandery, seit 1984 Kreisvorsitzender, bei der Begrüßung und seinem Rückblick
Bürgermeister Jürgen Hennemann, der 1.Bürgermeister der Gastgeberstadt Ebern, bei seiner Ansprache
Bürgermeister Hennemann ging auf die in den Vorjahren bestandenen Probleme der Stadt und des BN in Zusammenhang mit der Konversion der Bw-Kaserne und des angrenzenden Bw-Übungsplatzes ein
Ausgezeichnet wurden die Kommunen Haßfurt, Theres und Gädheim
Auszug aus dem Bericht des Haßfurter Tagblatts vom 24.10.2016
"Prof. Dr. Hubert Weiger, der bayerische Landesvorsitzende des BUND Naturschutz, berichtete, Mandery sei Bayerns dienstältester Kreisvorsitzender. 1984 hatte er diesen Posten von Jörg Röder übernommen. Zudem sei Mandery „national einer der bekanntesten Experten für Wildbienen“ und habe Ebern auch durch den GEO-Tag der Artenvielfalt bekannt gemacht. In seiner Rede ging er auf viele Themenbereiche ein, in denen sich der BN engagiert.
Unter anderem sprach er über den Einsatz von Giftstoffen in der Landwirtschaft. „Jeder von uns hier hat Glyphosat im Körper“, betonte er das Ausmaß, in dem das Pflanzenschutzmittel verwendet wurde. „Und es gibt keinen Aufschrei der Bevölkerung.“ Denn den Menschen werde suggeriert, wenn das Mittel zugelassen ist, habe schon alles seine Ordnung. Dabei kämpfe der Bund Naturschutz für die Veröffentlichung der Gutachten, die zu dieser Zulassung geführt hatten.
Weiter kritisierte Weiger die immer weiter zurückgehende Artenkenntnis, und bezeichnete den Grund dafür als Fehler der Bildungspolitik. „Biologen lernen mehr über die Manipulation des Lebens als über den Erhalt des Lebens“, sagte er. Auch die Landwirtschaft habe „eher gelernt, wie man Arten bekämpft, als wie man sie erhält“. Eine Gefahr sieht Weiger auch in Freihandelsabkommen, die eher großen Konzernen helfen als einem wirklich freien Handel. So habe er beispielsweise große Angst vor einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung. Auch auf lokale Themen aus dem Haßbergkreis ging er ein und bezeichnete beispielsweise einen möglichen Nationalpark im Steigerwald als „Chance für die Region“.
Dem aktuellen Vorstand der Kreisgruppe wurden Erinnerungsstücke zum Jubiläum überreicht.
Für langjährigem Einsatz für die Kreisgruppe Haßberge wurden Helmut Lang und Jürg Röder geehrt.
Der Arbeitskreis "Fledermausschutz" wurde für über 30 Jahre aktive Arbeit im Naturschutz geehrt.
Der BN-Landesverband schenkte der Kreisgruppe eine große "Jubiläumslinde", welche nur unter großem Einsatz und den Anweisungen des Landesvorsitzenden zum Pflanzort transportiert werden konnte.
Informationen zu Hummeln, der Wildkatze, zu einem möglichen Nationalpark Steigerwald und weiteren Themen rundeten die Veranstaltung ab.
Fleißige Helfer sorgten für das leibliche Wohl bei der Veranstaltung
Start zum Ballon-Wettbewerb
Der Ballon-Weitflug-Wettbewerb beschloss die offizielle Veranstaltung. Viele Kinder hatten ihren Spaß dabei. Die Ballons starteten Richtung Westen und drehten sich dann nach Osten. Die ersten Karten sind eingetroffen. 500 km weit war bisher die weiteste Entfernung - Pardubice in der Tschechischen Republik!!!