GEO-Tag der Artenvielfalt 2014


Die bundesweite Hauptveranstaltung des
16. GEO-Tages der Artenvielfalt
findet am 13./14. Juni 2014 in Ebern statt.

Geo-Tag der Artenvielfalt 2010 im Steigerwald

Fränkischer Tag 21. Juni 2010
GeoTag der Artenvielfalt im Steigerwald

Unbekannte Natur wächst und krabbelt vor der Haustür Tag der Artenvielfalt   Auf Einladung des Magazins Geo und des Bundes Naturschutz streiften 30 Experten für Tiere und Pflanzen durch den Böhlgrund im Steigerwald. Ihr geschultes Auge fand Wesen, die selbst Fachleute hier nicht erwartet hätten.


Eschenau - Was krabbelt da? „Dorcadion aethiops, ein Grasbock“, murmelt Dr. Ralph Zange fasziniert beim Anblick des schwarzen Käfers mit den langen knotigen Fühlern. Für den Diplom-Biologen vom Umweltamt der Stadt Ingolstadt ist es kein Problem, einen Splintbock von einem Wimperbock oder einen Widderbock von einem Schmalbock zu unterscheiden.

Dr. Zange ist nicht allein in den Böhlgrund bei Eschenau im Steigerwald angereist. Auf Einladung des Kreisvorsitzenden des Bundes Naturschutz (BN), Dr. Klaus Mandery aus Ebern, waren mehr als 30 Spezialisten angerückt. Die meisten kamen aus dem süddeutschen Raum, und manche sind wahre Koryphäen ihres Faches.
Die Profis dokumentierten, was sie an Pilzen, Schmetterlingen, Fledermäusen und Kleinsäugetieren fanden. Beim Geo-Tag der Artenvielfalt geht es darum, möglichst viele Tier- und Pflanzenarten in einem abgegrenzten Gebiet zu erfassen und damit die vorhandene Artenvielfalt zu dokumentieren.
Das Untersuchungsgebiet für das Jahr 2010 – der Böhlgrund mit Umgebung – hat die Experten nicht enttäuscht. Das Gelände, durch die Steilhänge und Schluchten teilweise fast unzugänglich – wurde in manchen Bereichen seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet. Ungestört konnte sich hier die Natur entfalten und Lebensräume für bedrohte Arten entwickeln.
Der Pilzspezialist Dr. Lothar Krieglsteiner aus Schwäbisch-Gmünd konnte 150 verschiedene Pilzarten identifizieren. „Wir haben Sachen gefunden, die wir noch nie gesehen haben“, sagte Mandery begeistert.
 Natürlich erfasse man bei solchen Feldforschungsaktionen die vorhandenen Arten nicht vollständig – aber gewinne immerhin einen „Einblick in die lebensraumtypische Artenvielfalt“, erklärte Dr. Ralf Straußberger, der Waldreferent des BN. Artenvielfalt oder Biodiversität, wie die Fachleute sagen, berge zahlreiche Geheimnisse, Rätsel und Schätze, von denen die wenigsten bekannt seien. Der Diplom-Forstwirt erinnerte an das Antibiotika-Medikament Penicillin. Erst der Wirkstoff eines Schimmelpilzes bedeutete für unzählige Verletzte im letzten Krieg die Rettung. Mit der Wundermedizin bekamen die Ärzte endlich die Wundinfektion in den Griff – ein Wendepunkt in der Medizingeschichte. Die großen Pharmaunternehmen beschäftigen heute Biologen, um neue, bisher unentdeckte Wirkstoffe aus Pilze und Pflanzen zu erforschen.
Das lebendige und komplizierte Beziehungsgeflecht des Lebens ist auch in den hiesigen Breiten nicht vollständig bekannt. Überraschend wurden am Wochenende Arten wie die Bechsteinfledermaus oder der Igelstachelbart-Pilz gefunden.

Unfassbar wertvoll
Vor einigen Jahren habe man im Steigerwald sogar eine völlig neue, bisher unbekannte Pilzkäferart entdeckt, sagen die Biologen. Der Wert des Waldes lasse sich nicht in Kubikmetern Holz angeben, fasst Strausberger zusammen.Seit über fünf Jahren werde darüber diskutiert, eine etwa 200 Hektar große Teilfläche des Böhlgrundes als Naturwaldreservat aus der Nutzung zu nehmen. Das wäre ein wichtiger erster Schritt, um bedrohte Arten zu schützen. mw

 

Im Juni „’naus die Pilz’“? Experten können das. Roland Fein und Dr. Lothar Krieglsteiner dokumentieren einen rostbraunen Feuerschwamm, den sie beim Geo-Tag der Artenvielfalt im Böhlgrund gefunden haben.

GEO-Tag der Artenvielfalt 2009 in Ebern

Am Wochenende vom 19. bis 21. Juni 2009 findet in Ebern ein "Fest für die Natur" statt. Dieses beinhaltet neben zahlreichen weiteren Veranstaltungen einen GEO-Tag der Artenvielfalt.

Weitere Informationen siehe unter www.Biodiv-Ebern.de

GEO-Tag der Artenvielfalt 2004

GEO-Tag oder B-Days werden sie genannt - Erfolgsveranstaltungen mit großer Breitenwirkung sind diese Tage der Artenvielfalt.
Weitere Info über die Geo-Tage in Franken erhalten Sie Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhier

Liebe Freunde des Bund Naturschutz, dreimal wurde bereits ein GEO-Tag der Artenvielfalt von uns mitorganisiert bzw. organisiert, 2002 in Zeil und 2003 im Grünen Band habe wir dabei mit vielen Experten mehr Arten finden können als irgendwo sonst in Deutschland.

Die Geo-Tag-Idee ist deshalb so faszinierend, weil über sie eine breite Öffentlichkeit mit dem Aspekt der Artenvielfalt mitten in Deutschland und der Biodiversität allgemein bekannt gemacht werden kann. Dass sich auf Wissen Naturschutz leichter aufbauen lässt, ist eine alte Weisheit. Nicht von ungefähr stellen wir immer wieder fest "nur was man kennt, das kann man schützen". Wir sind also Verfechter dieser Idee und aus diesem Grunde auch daran interessiert für die Idee unter ihnen zu werben bzw. sie dafür zu begeistern. Wir haben eine lange Liste von Mitarbeitern und Experten, die bereits 2003 festgestellt haben, dass sie auch 2004 wieder gerne mitsuchen wollen.

Was liegt nun für 2004 an? Für Samstag, den 12.06.2004 (genauer: für 24 Stunden von Freitag 11.06., 19:00 Uhr bis Samstag 12.06. 19:00 Uhr), hat GEO die Hauptveranstaltung festgelegt. Sie wird diesmal in Österreich stattfinden und vor allem die Liegenschaften der Österreichischen Eisenbahn entlang der Bahnstrecke von Innsbruck über den Brenner nach Bozen als Untersuchungsgebiet haben. Das Hauptthema wird dabei als "Leitlinien" apostrophiert. GEO hat uns zugesichert, dass es auch unsere Arbeit in Franken wieder im Begleitheft zur Septemberausgabe 2004 gebührend beachten wird. Nach unseren Veranstaltungen in Zeil und im Grünen Band möchte wir diesmal zur Zusammenarbeit mit den verschiedensten Gruppen entlang unserer wichtigsten Leitlinie in Franken , entlang des Mains, aufrufen. Wir möchten sie daher bitten, die GEO-Tag-Idee zu unterstützen.

Das Spektrum der Veranstaltungen wird dabei von der reinen Erfassung über Exkursionen für die Bevölkerung bis hin zur Umweltbildung für Kinder, von Fotoausstelungen bis Filmvorführungen und von musikalischen Veranstaltungen bis hin zu Empfängen reichen.

Die Kreisgruppe Hassberge beteiligt sich an der Organisation der vier Veranstaltungen in Rahmen des GEO-Tag der Artenvielfalt. Vor Beginn der ersten Veranstaltung wird entlang des gesamten fränkischen Mains eine Nachtigallerfassung stattfinden, so dass eine flächendeckende und zeitgleiche Bestandsaufnahme erfolgt. Diese soll bis zum Beginn der ersten Veranstaltung in Volkach am 21./22. Mai , wo die Ergebnisse erstmals präsentiert werden, abgeschlossen sein.

Schema des Mainlaufs mit den vier Veranstaltungsorten

Die weiteren Veranstaltungen finden statt:
am 28./29. Mai am Untermain bei Aschaffenburg - Alzenau
am 18./19. Juni im Oberen Maintal bei Bad Staffelstein und
am 26./27. Juni am Rotmain bei Bayreuth - Creußen .